eCommerce- und Onlinemarketing-Blog


Account-Hygiene bei AdWords, MailChimp und Co.

Account Hygiene

Freitag, 18:30 Uhr. Der Filmproduzent aus Österreich war sehr erfreut, noch jemanden telefonisch zu erreichen. Es müsse unbedingt ein Mailing wegen Verleihrechten gesendet werden, jedoch “stimme irgendwas mit dem MailChimp nicht” und ob wir uns das mal anschauen können?

Der Blick in die insgesamt zwei MailChimp-Accounts förderte denn auch einiges Chaos zutage. Neben zahlreichen Testlisten fanden sich auch Listen, die nur für bestimmte Aussendungen erstellt wurden. Beide Accounts hatten teilweise überlappende Listen, jedoch mit unterschiedlicher Abonnentenzahl. Anmeldeformulare gingen mal auf den einen, mal auf den anderen Account. Das Konsolidieren der verschiedenen Listen in einem Account hat mich eineinhalb Stunden Arbeit gekostet, dafür konnte der Newsletter aber rechtzeitig versendet werden.

Account-Hygiene ist ein heißes Thema, sei es bei MailChimp, Google AdWords oder anderen Werkzeugen im Onlinemarketing. Gerade, wenn man einen Account mit mehreren Personen bearbeitet, ist das Einhalten einheitlicher Namens-Schemata der erste Schritt zu weniger Chaos. Bewährt haben sich einheitliche Abkürzungen und Datumsformate. So ist “DE-AIX-20140922″ beispielsweise eine Kampagne in deutscher Sprache, die von AIXhibit eingerichtet und am 22.9.2014 ausgesendet wurde.

Test-Liste, Test-Kampagnen, Test-Anzeigen – alles schön und gut, aber der Test ist irgendwann zu Ende. Danach sollten diese Einträge gelöscht oder archiviert werden. Leider habe ich auch schon Fälle gesehen, wo eine vermeintliche Testkampagne tatsächlich im Produktiveinsatz war – weil niemand sich traute, sie umzubenennen.

Jede Kampagne, jede Maßnahme, jede Liste setzt mit der Zeit Speck an und verschmutzt. Genau so, wie Sie regelmäßig Zähne putzen, sollten Sie auch regelmäßig Ihre Onlinemarketing-Werkzeuge putzen. Seien Sie dabei nicht zimperlich. Ein Listensegment, an das ein halbes Jahr lang keine Mails mehr gesendet wurden, ist mit großer Wahrscheinlichkeit überflüssig. Eine Anzeigengruppe, die 3 Monate pausiert war, wird vermutlich nicht mehr gebraucht. Wenn Sie sich nicht trauen, diese Altlasten zu löschen, dann exportieren Sie die Inhalte in eine lokale Datei, so dass sie zur Not nochmal wiederhergestellt werden können. Das werden Sie zwar nie machen, aber es beruhigt die Nerven.

Halten Sie Ihre Accounts sauber – und bleiben Sie produktiv.

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Apple Pay – E-Commerce-Revolution in 2 Minuten

Apple Pay

Gerade einmal 2 Minuten brauchte Eddy Cue, Senior Vice President bei Apple, um eine stille Revolution im Online-Handel einzuläuten. Am Abend des 9. September versammelten sich Apple-Enthusiasten und Fachpresse um einer der zwei jährlichen Produktvorstellungen zu lauschen. Überraschungen gab es wenige: Sowohl das iPhone 6 als auch die Apple-Armbanduhr waren beide schon vorher durchgesickert. Auch der mobile Bezahldienst Apple Pay überraschte niemanden: Das Bezahlen per Mobiltelefon existiert als Konzept schon länger. Zugegeben, Apple hat das mobile Bezahlen extrem einfach, extrem elegant und sehr unaufwendig gestaltet – dennoch bis dahin noch keine große Überraschung.

Doch dann fragte Eddy Cue beinah nebenher “What about online?” – was ist mit dem Online-Handel? Und fuhr dann fort, dass Apple das System nicht nur für den stationären Handel konzipiert hat, sondern auch für den E-Commerce zur Verfügung stellt. Einige große Onlinehändler konnten schon für das System geworben werden, dessen Stärken neben der Bequemlichkeit für den Kunden vor allem in der Sicherheit liegen: Der Onlinehändler erhält zu keinem Zeitpunkt Zugriff auf die Zahlungsdaten des Kunden. Aber auch das ist für den “normalen” Onlinehandel daily business. Die gesamte Apple Pay-Kommunikation läuft über einmalige Transaktions-ID’s. Die Zahlung wird vom Kunden per Fingerabdruck freigegeben – die Lieferdaten werden dabei automatisch an den Shop übermittelt. Der Kunde muss seine Kreditkartendaten selbst auch nicht mehr eingeben; es werden die bei Apple hinterlegten Daten genutzt. Zahlen per Fingerabdruck.

Systeme wie Amazon Payments oder PayPal Express Checkout bieten diese Funktionen schon lange. Der deutsche Versandhandelsveteran Otto hat vor noch nicht allzu langer Zeit angekündigt, ebenfalls ein solches System herauszubringen. In der Praxis sind diese Modelle aber eher mitunter unkomfortabel zu bedienen und mit Medienbrüchen verbunden. Ich selbst habe erst kürzlich in einem Shop per Amazon Payments bezahlt und mich geärgert, wie kompliziert dieser doch vermeintlich einfache Prozess war und wie verwirrend die Benutzerführung gestaltet wurde (von dem 1 EUR Zusatzgebühr für diese Zahlungsart ganz zu schweigen).

Was Apple da neulich vorgeführt hat, war elegant, einfach, nachvollziehbar und schnell. Vor allem vermittelt es dem Kunden den Eindruck von Sicherheit und Bequemlichkeit. Mit weit über 500 Millionen verkauften iPhones weltweit verfügt Apple über eine Marktdurchdringung, mit der dieses Zahlungssystem, das ab Oktober nahezu jedem iPhone- und iPad-Nutzer kostenlos zur Verfügung steht, ein nicht zu unterschätzender Faktor ist. Mobile Commerce ist mit Apple Pay erwachsen geworden.

Ich geh dann mal, ein Buchkapitel neu schreiben…

 

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Energieeffizienz-Label: Ab 2015 Pflicht im Onlineshop

Energieeffizienz Label Onlineshop

Die nicht ganz so neue Neuerung betrifft alle Onlineshopbetreiber, die Elektrogeräte im Internet verkaufen, für die die Angabe der Energieeffizienz vorgeschrieben ist. Hierzu zählen Geräte aus den folgenden Kategorien: Geschirrspüler, Waschmaschinen und Trockner, Kühlschränke, Lampen und Leuchten, Fernseher, Staubsauger Warmwasserbereiter und Raumklima- und Raumheizgeräte.

Schon heute muss die Energieeffizienzklasse für alle neuen Produkte auf der Produktdetailseite ausgewiesen werden. Ab 1. Januar 2015 ist darüber hinaus aber auch die Abbildung des bekannten Energielabels mit Angabe der Klassifizierung A++ bis E erforderlich. Zudem muss das vom Gerätehersteller zur Verfügung gestellte Produktdatenblatt zur Verfügung gestellt werden. Laut Verordnung müssen beide Informationen vom Gerätehersteller in elektronischer Form zur Verfügung gestellt werden. Es ist also davon auszugehen, dass Onlinehändler die erforderlichen Daten über Downloadbereiche auf den Herstellerwebseiten beziehen können.

Interessant ist, dass sich die Europäische Komission offensichtlich Gedanken über die Umsetzung der Verordnung auf den verschiedenen Geräteklassen gemacht hat, auf denen ein Onlineshop dargestellt werden kann (Desktop, Tablet, Smartphone). In der Verordnung wird “gestattet”, die gestalterischen Umsetzung im Onlineshop über eine “geschachtelte Anzeige” zu realisieren. Wie auch immer einer Richter am Amtsgericht Hinterwald “geschachtelte Anzeige” dann interpretieren mag.

“Da die Anzeige des Etiketts und des Datenblatts neben dem Produkt mehr Platz auf dem Bildschirm in Anspruch nehmen könnte, sollte es gestattet werden, sie mithilfe einer geschachtelten Anzeige darzustellen.”

Den genauen Wortlaut der VO 518/2014 stellt EUR-Lex zur Verfügung.

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Authorship-Information verschwindet aus der Google-Suche

Google Authorship-Information

Relevanz ist das A und O der Google-Suche und die zentrale Komponente, die Google die Führungsposition unter den Suchmaschinen einräumt. Google erweitert beständig sein Analyse-Instrumentarium um Signale für Relevanz zu finden. Vor noch nicht einmal drei Jahren verkündete die Suchmaschine, dass man künftig dem Autor eines Web-Textes besondere Relevanz beimessen würde. Webentwickler wurden aufgefordert, den jeweiligen Autor der Texte auf einer Website über ein maschinenlesbares Format zu hinterlegen. Google analysierte die Beiträge der Autoren und das Themenumfeld, in dem die Beiträge publiziert wurden. In den Suchergebnissen rückten die Websites, auf denen die Beiträge standen, in den Hintergrund. Stattdessen wurde ein Foto und die Autoren-Information prominent neben dem Titel eines Beitrags platziert. Der “Author Rank” war geboren.

Gestern nun hat Google angekündigt, dass man dieser Angabe keine Relevanz mehr beimessen wird. Die Autorenbilder sind bereits vor einigen Wochen aus den Suchergebnissen verschwunden – nunmehr wurde angekündigt, dass das maschinenlesbare Format nicht mehr ausgewertet würde und auch der Autoren-Name aus der Suche verschwindet. Erhalten bleiben die Autoren-Angaben zunächst nur noch, wenn man (als Google-Nutzer) mit dem Autor des Artikels auf Google+ verbunden ist. Ob dies dauerhaft so bleibt, kann derzeit niemand außerhalb von Google sagen.

Google entwickelt Innovationen in atemberaubendem Tempo. Viele davon gelangen nie über einen geschlossenen Betatest hinaus, aber auch bei Angeboten und Funktionen, die der Öffentlichkeit zugänglich waren, scheut sich Google nicht, diese – auch gegen große Proteste wie im Falle des Google Reader – zu beenden. Die englischsprachige Wikipedia hat sogar eine eigene Kategorie für eingestellte Google Projekte. Im Falle des Author Rank führt Google primär geringere Relevanz als erhofft als Grund an, verbunden mit dem Hinweis, dass die Autorenbilder mitunter sogar zur Verwirrung beitrugen. Unter Online-Marketern wurde schnell die Vermutung laut, dass die Autorenbilder die Klicks auf bezahlte Google AdWords-Werbung verhinderten, auch wenn dies im Ankündigungspost explizit verneint wurde.

So bleibt nur die Spekulation, denn harte, belastbare Fakten hat Google nicht veröffentlicht. Es bleibt bei der alten Weisheit, die um so mehr auf Google zutrifft: es ist nichts so beständig, wie der Wandel.

 

 

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Lebensmittel im Onlinehandel – neue Informationspflichten

Lebensmittel im Onlinehandel

Es ist gerade mal ein paar Wochen her, da mussten Onlinehändler die Europäische Verbraucherrechterichtlinie (VRRL) umsetzen. Neu waren nicht nur die Regelungen zum Widerruf einer Bestellung, sondern auch die umfangreichen Informationspflichten, die der Shopbetreiber gegenüber dem Kunden hat.

Zum 13. Dezember 2014 muss nun die nächste Neuregelung der Europäischen Union umgesetzt werden – sowohl im lokalen Einzelhandel, als auch im Onlineshop. “Betroffen” sind diesmal aber nicht alle Anbieter im E-Commerce, sondern nur die Verkäufer von Lebensmittel im Onlinehandel.

Die  Verordnung über die “Information der Verbraucher über Lebensmittel” (PDF-Version) wurde bereits 2011 beschlossen und tritt im Dezember in Kraft. Sie umfasst eine Reihe von Vorschriften, die auch Onlineshopbetreiber beachten müssen. Und wie jede neue Verordnung geht mit dieser natürlich auch die Gefahr einer weiteren Abmahnwelle einher. Bei der Umsetzung der VRRL ist diese zwar ausgeblieben, nichtsdestotrotz sollten Händler die neuen Informationspflichten rechtzeitig umsetzen. Im Gegensatz zur Änderung im Widerrufsrecht spricht jedoch nichts gegen eine Umsetzung vor dem Tag des Inkrafttretens.

Konkret müssen folgende Informationspflichten für Lebensmittel im Onlinehandel in Ihrem Onlineshop umgesetzt werden:

  • Verkehrsbezeichnung des Lebensmittels
    Neben Kunstnamen muss der tatsächliche Inhalt angegeben werden (Beispiel “Erdbeertraum” ist keine Verkehrsbezeichnung. Richtige Angabe “Milchmischgetränk aus Magermilch mit Erdbeergeschmack, wärmebehandelt (sterilisiert). Die Verkehrsbezeichnung wird meist auf der Rückseite der Verkaufsverpackung zu finden sein. Im Onlineshop gehört sie in die Produktbeschreibung.
  • Zutatenliste
    Eine Auflistung der Zutaten ist nicht nur in absteigender Gewichtsreihenfolge anzugeben, sondern auch mit dem vorangestellten Wort “Zutaten” zu definieren. Zusätzlich sind in der Zutatenliste auch alle Inhaltsstoffe aufzuführen, die Allergien oder Unverträglichkeiten auslösen können.
  • Nettofüllmenge
    Die Nettofüllmenge ist auf der Produktdetailseite sowohl für flüssige, als auch für feste Lebensmittel anzugeben.
  • Gebrauchsanleitung
    … wenn das Lebensmittel kompliziert in der Anwendung ist …
  • Hinweise zur Aufbewahrung und Verwendung
  • Alkoholgehalt (in Vol. %)
  • Ursprungsland / Herkunftsort
    … wenn der Verbraucher über die tatsächliche Herkunft irregefürt werden könnte
  • Nährwerte (erst ab 13.12.2016)

Das Mindesthaltbarkeitsdatum bzw. Verbrauchsdatum muss im Onlineshop nicht angegeben werden.

Pflichtangaben im Onlineshop – auch international

Wie immer bei derartigen Richtlinien muss der Verbraucher vor Vertragsschluss informiert werden. Sie müssen ihm also die Möglichkeit geben, sich vor dem Kauf ein umfassendes Bild über die Produkte machen zu können, die er kaufen möchte. Die Angabe der Informationen auf der Produktdetailseite bietet sich daher an.

Wenn Sie grundsätzlich auch den Verkauf im europäischen Ausland anbieten, müssen Sie die Angaben auch in der jeweiligen Landessprache zur Verfügung stellen.  ”Grundsätzlich” meint in diesem Zusammenhang: Wenn Ihr Onlineshop bei der Auswahl des Versandlandes zum Beispiel “Finnland” anbietet oder Ihre Versandkostenauflistung “Polen” beinhaltet, dann müssen Sie die Informationen auch in finnisch und polnisch zur Verfügung stellen.

Weiterführende Informationen zu den Informationspflichten für Lebensmittel im Onlinehandel finden Sie unter anderem bei Rechtsanwalt Max-Lion Keller: “Online-Kennzeichnungspflicht von Lebensmitteln

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Checkout-Marketing – Kundenbindung auf der Danke-Seite

Checkout Marketing Onlineshop

Oftmals unterschätzt wird das Marketing-Potenzial der letzten Seite des Onlineshops. Der Kunde hat Ihrem Shop gerade das größte Vertrauen ausgesprochen und eine Bestellung getätigt. Diese Chance sollten Sie nutzen. Dazu gibt es einige bewährte Möglichkeiten des sogenannten Checkout-Marketing.

Sie müssen nicht alle vorgeschlagenen Punkte zugleich umsetzen. Im Gegenteil: Eine überfrachtete letzte Seite hat nämlich den gegenteiligen Effekt und kann zu Verunsicherung und Irritation führen. Auch eine letzte Onlineshop-Seite sollte klar und übersichtlich sein und zum gesamten gestalterischen Konzept des Shops passen!

Produkt vergessen?
Gar nicht mal so selten ist das Szenario, dass eine Bestellung im Onlineshop abgeschlossen wurde und der Kunde dann feststellt, dass er ein Produkt vergessen hat. Oder er sich bei einem Produkt unschlüssig war und es doch nicht in den Warenkorb gelegt hat, nur um am Ende des Einkaufs zu denken, dass er es dennoch gerne hätte.
Hier können Sie im Rahmen des Checkout-Marketing über eine schön gestaltete Box ansetzen und beinah provokant fragen „Noch etwas vergessen?“. Geben Sie einen Anreiz und vermitteln gleichzeitig ein Gefühl von Dringlichkeit, in dem Sie zum Beispiel Anbieten, dass eine Nachzügler-Bestellung noch ohne erneute Versandkosten zur ursprünglichen Bestellung hinzugefügt werden kann.

Social Sharing
Gerade bei luxuriöseren oder weltanschaulich aufgeladenen Produkten (was durchaus auch angesagte Elektronik sein kann) hat der Käufer ein nicht zu unterschätzendes Mitteilungsbedürfnis. Hier setzt eine sinnvoll vorausgefüllte Mitteilungsbox für soziale Netze wie Facebook, Google+ oder Twitter an. „Ich habe gerade mein neues iPhone 6 bei www.iphone-shop.de gekauft.“ – wie schnell hat der stolze, neue Besitzer da auf „Tweet“ oder „Share“ geklickt und allen seinen Freunden die frohe Kunde übermittelt. Mittels direkter Verlinkung auf die Produktseite haben Sie zusätzliche, kostenlose Werbung in einem zielgenauen Empfängerkreis.
Falls Ihre Marge den Spielraum einräumt, können sie hier auch mit einem Gutschein für die Freundeswerbung arbeiten: „Ich spare Strom mit den neuen LED-Birnen von www.segula-led.de. Meine Freunde sparen 5€ beim nächsten Einkauf mit dem Gutscheincode LED2014.“ Die 139 Zeichen dieser Nachricht passen in jeden Tweet und der Kunde hat das gute Gefühl, seinen Freunden etwas Gutes getan zu haben.

Newsletter-Anmeldung
Einen bestehenden Kunden zu halten ist einfacher, als neue Kunden zu gewinnen. Der Newsletter ist das effizienteste Werkzeug zur Kundenbindung – mit weitem Abstand vor Social Media. Nichts liegt also näher, als nach dem frischen Einkauf um die Erlaubnis zum Newsletter-Empfang zu bitten. Fragen Sie hier nur die Email-Adresse ab – diese kann sogar schon vorausgefüllt im Eingabefeld stehen, da sie ja aus dem Einkaufsvorgang bekannt ist. Lassen Sie das Feld aber dennoch zum Bearbeiten freigeschaltet, da man unter Umständen den Newsletter an eine andere Adresse bekommen möchte.
Oftmals wird die Newsletter-Anmeldung mit einem kleinen Gutschein versüßt. Während dies im Vorfeld des Einkaufs sinnvoll ist, wäre es nach erfolgtem Einkauf nicht mehr zwingend nötig. Die beiden Fälle separat abzufangen ist aber technisch aufwendig, zudem kann sich ein Käufer ungerecht behandelt fühlen, wenn er keinen Gutschein erhält. Behandeln Sie daher beide Fälle gleich.

Produktwerbung im Checkout-Marketing
„Kunden die X kauften, kauften auch Y“ – Amazon macht es seit langem vor, andere Shops greifen diese Methode ebenfalls auf. Auch nach einem erfolgten Einkauf ist es durchaus möglich, auf weitere Produkte hinzuweisen. Hierbei kann man drei Fälle unterscheiden:

Verwandte Produkte
Ähnlich dem bekannten Cross-Selling können Sie auch auf der Thank You-Seite auf thematisch passende Artikel verweisen. Die Pflege-Sets zu den Schuhen, die Gläser zum Wein, die HDMI-Kabel zum Fernseher.

Vormals angeschaute Produkte
Einem Einkauf im Shop geht oft ein langes Stöbern im Produktangebot voran. Mit entsprechender Erfassung können Sie also Produkte anzeigen, die der Kunde vorher angesehen hat. Dabei ist aber ein gewisses Fingerspitzengefühl nötig, das sich schlecht digital abbilden lässt. Hat der Kunde eine bestimmte Hose gekauft, dann ist es vermutlich nicht hilfreich, ihm eine andere Hose anzuzeigen, die er im Vorfeld betrachtet hat. Die Wahrscheinlichkeit ist groß, dass er gerade diese Hose NICHT haben wollte. Greifen Sie also stattdessen auf Produkte aus unterschiedlichen Kategorien zurück, im Beispiel also Hemden oder Schuhe.

Margenbringer/Ausverkauf
Sehr effektiv ist es an dieser Stelle Produkte anzuzeigen, die interessante Margen haben. Aber auch Ausverkaufs- oder Lagerräumungsware kann auf der letzten Seite des Shops erneut beworben werden.
Neben den direkten Links zu diesen Produkten sollte ein unübersehbarer „Zurück zum Shop“ Knopf an dieser Stelle nicht fehlen.

Partnershops / Schwestershops
Letztendlich ist die letzte Seite natürlich prädestiniert dafür, den Kunden in thematisch passende, andere Shops einzuladen. Dies können andere Shops des gleichen Shopbetreibers sein aber durchaus auch Shops von Kooperationspartnern. Wichtig ist hier aber immer die thematische Nähe. In einem Shop für Automobilzubehör ist es vermutlich weniger sinnvoll, auf einen Onlineshop für Parfüm oder Abendkleider hinzuweisen, als auf einen Onlineshop für Mountainbikes. Der Shop für Wein kann aber durchaus auf einen Süßwarenshop oder einen Shop für Glas und Porzellan verweisen.
Tipp
Das Checkout-Marketing muss nicht auf der letzten Seite des Shops aufhören. Gerade wenn Sie ein Artikelsortiment haben, aus dem sich der gleiche Kunde regelmäßig bedienen könnte, also Verbrauchs und Konsumgüter anbieten, dann lohnt es sich über Maßnahmen nachzudenken, wie man den Kunden nach einiger Zeit wieder in den Shop zurückholt.

Wenn Sie sowieso Google AdWords einsetzen, dann kann der erfolgreiche Verkauf als Auslöser für das Remarketing genutzt werden. Einem bestehenden Kunden würden dann 2-3 Monate nach dem Kauf wieder Werbung für den eigenen Shop eingeblendet, ggf. mit einem speziellen Rückholangebot.

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